Die Lagerung

 

Whisk(e)y muss reifen b.z.w. lagern.

Erst bei der jahrelangen Lagerung erhält der Whisky oder Whiskey seinen typischen Geschmack. Deshalb wird der Whisk(e)y natürlich in Holzfässern gelagert. Die Fässer bestehen aus einem Holz, welches sich durch einen geringen Harzanteil auszeichnet. Whiskyfässer sind deshalb fast immer aus Eichenholz.

Bei schottischen Whisky und irischen Whiskey werden für die Lagerung, fast immer Fässer verwendet, in denen vorher z.B. Shery, Portwein oder Bourbon reifte. Was in Schottland's früheren Zeiten eigentlich aus Kostengründen begann, ist heute ein Muß und aus der schottischen und irischen Whisk(e)ytradition nicht mehr weg zu denken. Die Lagerung im gebrauchten Fass verleiht jedem schottischen und irischen Whisk(e)y einen Großteil seines typischen Aromas und späteren Geschmacks.

Hogshead bei LaphroaigAuch die Größe des Fasses hat einen maßgeblichen Anteil am späteren Geschmack des Whiskys. In einem kleineren Fass, kommt der Whisky mit viel mehr Holz in Berührung als bei einem großen Fass. Dies wirkt sich ebenfalls entscheidend auf den späteren Geschmack aus.

Bild links: Das rechte Fass ist schmaler. Man nennt es "Hogs Head".

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Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestlagerzeit eines schottischen Whiskys oder eines irischen Whiskeys beträgt 3 Jahre. In den USA sind es nur 2 Jahre.

Der Whisky kommt mit etwa 55 bis 70 Prozent Alkohol ins Fass. Während der langen Lagerzeit verdunstet natürlich ein Teil des Alkoholes, denn die Holzfässer "atmen". Wer einmal Gelegenheit hat, sich in einem "Warehouse" (Lagerhaus) aufzuhalten, der wird schnell den Alkoholdunst wahrnehmen. Der verdunstete Teil wird in Schottland und Irland liebevoll "Angel Share" - Engels Anteil - genannt.

Da die Fässer also "atmen", nimmt der Whisky über die Jahre hindurch auch die Aromen der Umgebung auf. Ein Whisky der lange Zeit in einem Lagerhaus direkt an der See reifte, schmeckt natürlich anders, als ein Whisky, der mitten in der schottischen Heide reifen durfte.

Später wird der Whisky mit Wasser (idealerweise das gleiche Wasser, wie bei der Herstellung) auf Trinkstärke verdünnt.

In letzter Zeit kommen immer mehr Whiskys auf den Markt, die unverdünnt aus den Fässern abgefüllt werden. Sie tragen die Bezeichnung "Cask Strenght". Deren Aroma und Geschmack sind natürlich stärker ausgeprägt. Genießer geben dieser Art hochprozentigem Whisky später selbst etwas Wasser zu.

Mehr Informationen über "Cask Strenght" und andere Bezeichnungen auf den Etiketten finden Sie >>>hier.


Whiskey in den USA lagert in frischen Eichenholzfässern. Zwei Jahre Mindestlagerzeit sind vorgeschrieben. Die frischen Eichenholzfässer werden vor der Befüllung mit Whiskey in ihrem Inneren ausgekohlt. Mann brennt die innere Schicht der Fässer an und erhält so eine dünne Schicht angekohlten Holzes, ähnlich der Holzkohle. Diese Art der Reifung verleiht dem amerikanischen Whiskey seinen typischen süßen Geschmack. Hierbei werden über die Jahre hindurch vanille-artige Aromen freigesetzt.
Die Verwendung von neuen Eichenholzfässern ist gesetzlich vorgeschrieben. Davon provitieren natürlich die schottischen und irischen Destillerien, welche die gebrauchten Bourbon-Fässer für die Reifung ihrer Whisk(e)ys aus den USA beziehen.
Heiße Sommer und kühle Winter sorgen dafür, dass sich die Fässer "dehnen" und wieder "zusammenziehen" - der Whiskey dringt in das Holz ein, nimmt die Aromen auf und wird wieder ausgestoßen. Wir alle kennen das Prinzip, welches einem Schwamm gleicht.
Noch mehr Informationen über die verschiedenen Bezeichnungen auf den Etiketten amerikanischer Whiskeys finden Sie >>>hier.

Whisky aus Kanada lagert in frischen Eichenholzfässern und/oder in gebrauchten Bourbon-Fässern. Gesetzliche Vorschriften gibt es dafür nicht. Die Mindestlagerzeit für Canadian Whisky beträgt 3 Jahre.
 
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