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Ardbeg ‚Äď das Islay-Urgestein

Ardbeg Whiskey Ardbeg ist vor allem Freunden kr√§ftiger rauchiger Whiskys ein Begriff. Nicht wenige Abf√ľllungen setzen hier mit ihrem intensiven Torfaroma und ihrer leicht phenolischen Note Akzente. Wir zeigen, wie dieser besondere Geschmack zustande kommt und mit welchen Highlights die Ardbeg-Brennerei noch punktet.
Besonderheiten
  • Starke Phenolnote
  • Rauchige Aromen
  • Hoher Alkoholgehalt
  • √úberwiegend Single Malts

Ardbeg Whiskeys Test & Vergleich 2019

Die Ardbeg-Brennerei zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus, die wir uns im Folgenden einmal genauer ansehen wollen. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Geschichte des Unternehmens.

Die Geschichte von Ardbeg

Wie bei vielen anderen Brennereien beginnt auch die Geschichte von Ardbeg in einem Umfeld von Schwarzbrennerei und Schmuggel. Der Produktionsbeginn 1794 erfolgte noch vollständig in der Illegalität. So dauerte es auch nicht lange, bis die Zollfahndung dem schwarz brennenden Betrieb auf die Schliche kam und ihn bei einer Razzia schloss.

Die legale Produktion begann dann wahrscheinlich im Jahr 1815. Zu dieser Zeit erfolgte die offizielle Gr√ľndung durch John McDougall. Er war es auch, der der Brennerei ihren Namen gab. Ardbeg kommt vom schottisch-g√§lischen ard bheag, was f√ľr eine kleine Anh√∂he steht. Damit wird auf die geografische Lage angespielt. Bis zum Jahr 1959 war die Brennerei im Familienbesitz.

Im Jahr 1977 erfolgte die Übernahme der Brennerei durch Hiram Walker (Allied Lyons). Der Betrieb erfolgte durch die Allied Distillers. Eine kleine Durststrecke gab es zwischen 1981 und 1989. In dieser Zeit wurde die Brennerei stillgelegt. Die Wiederaufnahme der Produktion erfolgte dann im November 1989, dieses Mal aber ohne eine eigene Mälzerei.

Eine weitere kurzzeitige Schlie√üung erfolgte im Jahr 1996. Gl√ľcklicherweise konnte die Herstellung aber bereits ein Jahr sp√§ter wieder aufgenommen werden. Im Februar 1997 ging die Destillerie an McDonald & Muir, zu denen auch die ber√ľhmten Brennereien Glenmorangie und Glen Moray geh√∂ren. Im Jahr 2004 ging Ardbeg dann an seinen heutigen Besitzer, Mo√ęt Hennessy Louis Vuitton (LVMH).

Wusstest du schon?

Die meisten schottischen Brennereien beherbergen eine Katze, die gewissermaßen das Maskottchen der Firma darstellt. Bei Ardbeg weichte man von dieser Tradition ab, indem man lange Zeit den Destilleriehund Shorty hielt, einen Jack Russell Terrier, der mittlerweile aber schon im Ruhestand ist.

Die Produktion

Auch bei der Produktion gibt es bei Ardbeg einige Besonderheiten. Hier die wichtigsten Fakten √ľber die Brennblasen, das verwendete Wasser und Malz.

Die Brennblasen

Bei Ardbeg verwendet man einen Maischbottisch aus Edelstahl mit 4,5 Tonnen. Weiterhin gibt es sechs Gärbottiche, von denen drei aus Lärchen- und drei aus Douglasienholz sind. Das Fassungsvermögen beläuft sich auf jeweils 23.000 Liter.

Bei der Destillation verwendet man dampfbeheizte Innenpfannen, die in einer Wash Still mit einem Fassungsverm√∂gen von 18.279 Litern genutzt werden. Eine Besonderheit besteht hier darin, dass sie nur mit 11.775 Litern bef√ľllt werden. Auch die 16.957 Liter fassenden Spirit Stills werden nicht vollst√§ndig gef√ľllt (nur mit 13.660 Litern).

Der gesamte produzierte Ausstoß beläuft sich pro Jahr auf 950.000 Liter.

Wasser und Malz

Das bei der Herstellung verwendete Wasser stammt aus dem nahegelegenen Loch Arinambeast und dem Loch Uigeadail.

Gemälzt wird bei Ardbeg wie bereits kurz angesprochen nicht selbst. Das Malz stammt aus der Port-Ellen-Mälzerei, die sich auf der schottischen Insel Islay befindet. Der Phenolgehalt ist hier relativ hoch. Er beträgt 56,2 ppm.

Das Besucherzentrum von Ardbeg

Wenn du dir einmal anschauen willst, wie bei Ardbeg produziert wird, kannst du an einer Besichtigung teilnehmen. Bei Ardbeg gibt es ein Besucherzentrum mit einem kleinen Café, das ganzjährig von Montag bis Freitag geöffnet ist.

Verschiedene Sorten und Geschmackscharakteristik von Ardbeg

Abf√ľllungDetails
Ardbeg 10
  • Standardabf√ľllung von Ardbeg
  • Fassreife 10 Jahre
  • Mit zwei Alkoholgehalten erh√§ltlich: 40 und 46 %
  • 46-%-Version nicht kaltfiltriert; im Jim-Murray-Ranking von 2008 ‚ÄěWhisky of the Year‚Äú
Ardbeg 17
  • Fassreife 17 Jahre
  • Alkoholgehalt: 40 %
Ardbeg Lord of the Isles
  • Fassreife 25 Jahre
  • Alkoholgehalt 46 %
Ardbeg Kildalton
  • Fassreife 24 Jahre
  • Alkoholgehalt 57,6 %
Ardbeg Serendipity
  • Kategorie: Blended Malt
  • Fassreife 12 Jahre
  • Alkoholgehalt 40 %

Daneben gibt es bei Ardbeg noch viele andere Abf√ľllungen in unterschiedlichsten Jahrgangsstufen. Darunter befinden sich auch noch zahlreiche Sondereditionen, Spezialabf√ľllungen und Abf√ľllungen von unabh√§ngigen Betrieben. Es lohnt sich also, immer mal wieder die Augen offenzuhalten und sich nach neuen Sch√§tzen im Ardbeg-Sortiment umzusehen. Gerade bei den Abf√ľllungen ohne Altersangabe wie dem Supernova, dem Ardbog und dem Alligator lassen sich mitunter sehr ungew√∂hnliche Geschmacksnuancen erleben. Vor allem experimentierfreudige Whisky-Freunde d√ľrften sich hier wohlf√ľhlen.

Beliebte weitere Sorten sind z. B.:

  • Ardbeg Drum
  • Ardbeg An Oa
  • Ardbeg Grooves
  • Ardbeg Kelpie
  • Ardbeg Supernova
  • Ardbeg The Ultimate
Übrigens: Bei nicht wenigen Ardbeg-Whiskys handelt es sich um begehrte Liebhaberobjekte. Vor allem die älteren Jahrgänge aus der Zeit vor der Neueröffnung sind bei Sammlern aus aller Welt sehr gefragt.

Geschmackliche Besonderheiten von Ardbeg

Die Whiskys von Ardbeg zeichnen sich durch ihren hohen Anteil an Rauch und Torf aus. Sie sind also vor allem etwas f√ľr die Liebhaber kr√§ftiger und komplexer Whiskys, in die man sich erst einmal hineinfinden muss. Eine weitere Besonderheit ist die markante medizinische Note. Sie entsteht durch den hohen Phenolgehalt des Malzes aus der Port-Ellen-M√§lzerei. Diese ist vor allem f√ľr Einsteiger etwas gew√∂hnungsbed√ľrftig.

Ein weiteres Charakteristikum der Ardbeg-Whiskys ist die typische Zitrusnote, die ihnen trotz ihrer starken Rauchigkeit immer auch eine leichte frische Beschwingtheit verleiht.

Gegen√ľber anderen Whiskys aus der Islay-Region zeichnen sich die Ardbeg-Abf√ľllungen durch ihren geringeren Anteil an Meeres- und Salzaromen aus. Hier stehen eher Gew√ľrze, Malz und s√ľ√üe Noten wie Schokolade und Vanille im Vordergrund.

Beliebte Whiskeys von Ardbeg

Sehen wir uns an dieser Stelle einmal ein paar Dupont-Modelle etwas genauer an. Vielleicht findest du hier schon die passende Ausf√ľhrung f√ľr dich.

Ardbeg 10 Jahre

( Rezensionen)
Ardbeg 10 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 46 %
  • Fassreife: 10 Jahre
Beim Ardbeg 10 steht das torfige Aroma ganz klar im Vordergrund. Schon wenn du den Korken aus der Flasche ziehst, verbreiten sich hier die markanten Raucharomen, die auch bis zum Abgang erhalten bleiben.

Der Geschmack er√∂ffnet neben den rauchigen Noten auch etwas Sherry, sodass ein spannender Kontrast entsteht. Gelobt wird dabei, wie gut die verschiedenen Geschmacksreize ausbalanciert sind. Die verschiedenen Nuancen gehen sanft ineinander √ľber und kleiden den Rachen geschmeidig aus. Nicht minder stark zeigt sich der langanhaltende Abgang, in dem S√ľ√üe und Rauch zu gleichen Teilen weiterwirken und ihre facettenreichen Aromen elegant aushauchen.

Insgesamt wird der Whisky als kr√§ftiger beschrieben. Das liegt nicht zuletzt an dem eher hohen Alkoholgehalt von 46 %. Es kann sich also beim ersten Probieren empfehlen, ihn ein wenig mit Waser zu verd√ľnnen.

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Ardbeg Uigeadail

( Rezensionen)
Ardbeg Uigeadail

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 54,2 %
Bei dem Uigeadail handelt es sich um einen echten Klassiker aus dem Sortiment von Ardbeg. Auch hier fällt zunächst einmal der relativ hohe Alkoholgehalt von 54,2 % auf. Gerade beim ersten Probieren ist zu empfehlen, erst einmal ein wenig Wasser hinzuzugeben, um die verschiedenen Aromen gut wahrnehmen zu können. Das Geschmacksbild, das sich dann entfaltet, sucht seinesgleichen.

Nicht wenige K√§ufer beschreiben, dass es sich um ihre absolute Lieblingsmarke unter den Islay-Malts handelt. Hervorgehoben wird dabei vor allem die raffinierte Kombination aus W√ľrze, S√ľ√üe und Rauch, die sich stark und intensiv zeigt. Einsteigern wird aber empfohlen, sich erst einmal √ľber etwas mildere Sorten an den Ardbeg Uigeadail heranzutasten. Gut geeignet sind beispielsweise der Highland Park 12, der Bowmore 15 und der Lagavulin 16.

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Ardbeg Corryvreckan

( Rezensionen)
Ardbeg Corryvreckan

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 57,1 %
Der Name dieser ganz besonderen Abf√ľllung von Ardbeg stammt von dem gleichnamigen gr√∂√üten Meeresstrudel Europas. Dieser befindet sich in der N√§he der Hebrideninseln Islay und Jura an der Westk√ľste Schottlands. Deutlich schmeckst du hier die ungez√§hmten Geschmacksaromen des schottischen Meeres heraus. Auch der Alkoholgehalt bewegt sich hier mit 57,1 % deutlich am oberen Ende des Spektrums.

Beim Nosing steigen dir hier sofort die intensiven Raucharomen in die Nase. Nach einigen Augenblicken kommen Schokolade, Johannisbeeren, brauner Zucker und erdige Note hinzu. Wenn der Corryvreckan sich auf dem Gaumen ausbreitet, offenbaren sich die typischen Meeresnoten von Seetang und Salz. Auch ein wenig Pfeffer und Espresso sind herauszuschmecken. Leichte Ankl√§nge an dunkle Fr√ľchte und Sternanis lassen sich ebenfalls ausmachen.

Der Abgang ist Ardbeg-typisch eher lang. Hier schmeckst du noch einmal voll die Rauch- und Pfeffernoten heraus.

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Ardbeg Perpetuum

( Rezensionen)
Ardbeg Perpetuum

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 47,4 %
Beim Ardbeg Perpetuum handelt es sich um eine Sonderabf√ľllung der Islay-Brennerei zu ihrem 200. Geburtstag. Dieser Whisky wurde in Bourbon- und Sherryf√§ssern gelagert. Dadurch weist er f√ľr einen Islay-Whisky ungew√∂hnlich viele fruchtige Noten auf.

Der Ardbeg Perpetuum weist die f√ľr die Brennerei typischen Rauch- und Phenol-Noten auf. Auch s√ľ√üe und cremige Noten mit einem leichten Stich ins Florale lassen sich hier ausmachen. Der Geschmack wird als √∂lig, seidig und s√ľ√ü beschrieben. Erg√§nzt wird er durch eine trockene rauchige W√ľrze. Der Abgang ist beim Perpetuum mittellang. Zuerst zeigt er sich trocken. Dann geht er eher in ein s√ľ√üeres Spektrum √ľber.

Insgesamt zeigt sich der Perpetuum der 10 Jahre alten Abf√ľllung sehr √§hnlich. Deutlich wahrnehmbar ist hier aber die gr√∂√üere Komplexit√§t. Daf√ľr musst du aber auch einen etwas h√∂heren Preis einkalkulieren.

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Fazit

Die Whiskys der Brennerei Ardbeg sind vor allem dann etwas f√ľr dich, wenn du ein Fan kr√§ftiger Abf√ľllungen mit starker Rauchnote bist. Hier haben viele Sorten verh√§ltnism√§√üig hohe Alkoholgehalte und neben den intensiven Torfaromen sticht auch ein nicht zu verkennender Phenol-Akzent heraus. An diese Geschmackskombination muss man sich erst einmal herantasten. Gerade Einsteiger k√∂nnten es deshalb am Anfang schwer haben, die vielen Facetten der Whiskys wahrzunehmen. Wer sich allerdings erst einmal herangetastet hat, findet neben den unverwechselbaren Rauchnoten auch raffinierte Zitrusakzente, dunkle Fr√ľchte, Vanille und Schokolade und vieles mehr. Ausprobieren lohnt sich!

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