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Blended Whisky – das Beste aus Single Malt, Grain & Co.

Blended Whisky Blended Whiskys erfreuen sich seit vielen Jahrzehnten großer Beliebtheit. Hier wirken die Aromen vieler verschiedener Sorten zusammen, sodass immer wieder neue Geschmacksnuancen zu entdecken sind. Doch woran liegt es eigentlich, dass viele Blends bei Weitem nicht so bekannt sind wie Single Malts und warum unterscheiden Sie sich auch preislich so stark? Das und viele weitere Dinge erfĂ€hrst du bei uns.
Besonderheiten
  • Aus mehreren Whiskys gemischt
  • Milde Aromen
  • Gut fĂŒr Cocktails
  • PreisgĂŒnstig

Blended Whiskys Test & Vergleich 2019

Bei einem Blend handelt es sich um eine Mischung verschiedener Whiskys (Verschnitt). Geschmackliche Grundlage ist hÀufig ein Grain Whisky. Dabei handelt es sich um einen Whisky aus verschiedenen Getreidesorten. Hinzu kommen noch bis zu 50 andere Whiskys. Diese Mischung bietet den Vorteil, dass der Blender einen gleichbleibenden Geschmack und eine konstante QualitÀt gewÀhrleisten kann.

Was passiert nach dem Mischen?

Nach der Vermischung der verschiedenen Sorten wird der Whisky nicht gleich abgefĂŒllt. Er kommt zur Lagerung immer noch eine Zeit lang in ein Fass. Das dient nicht so sehr der Reifung, sondern der geschmacklichen Verbindung der einzelnen Bestandteile. Immerhin sind die zusammengemischten Whiskys ja selbst schon in FĂ€ssern gereift.

Verschiedene Arten von Blended Whiskys

GrundsĂ€tzlich unterscheidet man drei Arten von Blends. Dabei kommt es vor allem auf die Frage an, welche Whiskys enthalten sind. Ein kurzer Überblick:

SortenDetails
Blended Malt
  • Auch Pure Malt genannt
  • Der Blend ist nur aus verschiedenen Single Malts verschiedener Brennereien verschnitten
  • Bekannte Sorte: Johnnie Walker Green Label
Blended Grain
  • Blends, die nur aus Grain Whiskys bestehen
  • Verschnitt aus Whiskys verschiedener Brennereien
  • Kein Single Malt enthalten
  • Bekannter Sorten: Hedonism von Compass Box
Blended Scotch
  • Verschnitt aus einem Grain Whisky mit mehreren Single Malt Whiskys
  • Bekannte Sorten: Johnnie Walker Red Label, J&B, Ballantine‘s

Geschichtliches

Als Erfinder des Blended Whiskys gelten Andrew Usher sen. Und Andrew Usher jun. Im Jahr 1853 entwickelte Andrew Usher sen. seinen ersten Blend, den Old Vatted Glenlivet. Er bestand aus verschiedenen Single Malt Whiskys. Ab 1856 weitete Andrew Usher jun. die Produktpalette aus, indem er auch Grain Whisky fĂŒr die Mischungen verwendete. Den auf diese Weise entstandenen Usher’s Green Stripe kannst du sogar heute noch kaufen.

Der Geschmack von Blended Whiskys

Ein Kritikpunkt an Blended Whiskys besteht hÀufig in ihrem vermeintlichen Einheitsgeschmack. Und tatsÀchlich lÀsst sich dieses Argument bei der industriellen Blend-Produktion nicht ganz unter den Tisch kehren. Mit vielen Sorten wird eher der Einheitsgeschmack der Masse bedient, als das wirklich auf komplexe Aromen gesetzt wird, die zum Entdecken und Verkosten einladen. Im Vergleich mit Single Malts weisen Blends hÀufig eine geringere Geschmackstiefe auf. In der unteren Preiskategorie findet man zudem nicht selten eindimensional, bitter oder fuselig schmeckende Verschnitte.

Es gibt aber auch nach oben hin deutliche Geschmacksunterschiede. Die hĂ€ngen vor allem mit den verwendeten Ursprungs-Whiskys zusammen. Auch ihre Lagerdauer spielt natĂŒrlich eine Rolle. So ist ein Blend tendenziell interessanter, wenn die enthaltenen Whiskys selbst lĂ€nger gelagert wurden.

Was ist besser – Single Malt oder Blended Whisky?

Wenn du schon eine Weile in der Whisky-Szene unterwegs bist, ist dir sicher schon die weit verbreitete Annahme begegnet, dass Single Malt besser sei als Blended Whisky. TatsÀchlich kann man das so pauschal aber gar nicht sagen. Hier geht es nÀmlich meistens nicht um die QualitÀt, sondern um die Seltenheit.

In Schottland machen Blends nĂ€mlich ĂŒber 90% des gesamten Marktes aus. Was so verbreitet ist, ist fĂŒr Kenner und Sammler verstĂ€ndlicherweise nicht ganz so interessant. Da Single Malts seltener sind und hĂ€ufig auch höhere Preise haben, werden sie entsprechend mehr geschĂ€tzt. Deutlich erkennst du das zum Beispiel daran, dass es unter den aktuell 10 teuersten Whiskys keinen einzigen Blend gibt. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. So haben international bekannte Blends wie der Suntory Hibiki auch einen durchaus einen stolzen Preis und wissen mit ihrem Geschmack vollauf zu ĂŒberzeugen.

Blended Whiskys – beliebt bei Cocktailtrinkern

Die Einheitlichkeit bei der Herstellung von Blended Whiskys hat aber auch einen großen Vorteil. Sie eignen sich ideal als Basis von Cocktails. Hier lĂ€sst sich ganz einfach ein konstanter Grundgeschmack sicherstellen. Außerdem sind Blends oft preisgĂŒnstiger und ein intensiver Eigengeschmack ist beim Cocktailmischen ohnehin nicht gewĂŒnscht. Vor allem bei beliebten Cocktails wie dem Whisky Sour sind Einsteiger-Blends wie Johnnie Walker, Ballantine’s und Chivas Regal sehr beliebt.

Etwas bessere Blends können darĂŒber hinaus auch bedenkenlos pur oder on the rocks genossen werden. Hier sollte aber immer darauf geachtet werden, dass der Whisky durch das schmelzende Eis nicht verwĂ€ssert. Alternativ kann man beispielsweise KĂŒhlsteine verwenden.

Beliebte Blend-Marken im Überblick

BrennereiBesonderheiten
Chivas Regal
  • Marke der Chivas Brothers Ltd.
  • GrĂŒndung 1801
  • Herstellung in der Strathisla-Destillerie in Keith/Speyside
  • Vier QualitĂ€tsstufen verkauft: 12, 18, 21 und 25 Jahre
  • Geschmacklich vor allem im fruchtigen Spektrum angesiedelt; Noten von Honig, Orange, Zitrus, GewĂŒrzen Schokolade und Pfirsich
Johnnie Walker
  • GrĂŒndung 1819 als Gemischtwarenhandlung und erste Experimente mit Blending
  • Meistverkaufter Scotch der Welt
  • Unverkennbare rechteckige Flaschen
  • Beliebte Sorten: Red Label (ohne Altersangabe), Black Label (12 Jahre), Green Label (15 Jahre), Gold Label (18 Jahre)
J&B
  • Justerini & Brooks
  • Auf Wein- und Spirituosenhandel spezialisiertes Unternehmen, das fĂŒr seinen gleichnamigen Blended Scotch Whisky berĂŒhmt ist
  • Beliebte Sorte: J&B Rare Blend (besteht aus 42 Scottisch-Malt- und Grain-Whisky)

Weitere beliebte Marken:

  • Akashi
  • Seven Oaks
  • Hallers
  • Kessler
  • Kentucky
  • Highway
  • Dewar’s
  • Yellow Rose

Ein paar beliebte Blended Whiskys

Chivas Regal 12 Jahre

( Rezensionen)
Chivas Regal 12 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 1,0 l
  • Fassreife: 12 Jahre
  • Alkoholgehalt: 40 %
Der Chivas Regal gehört ganz klar zu den Klassikern unter den Blended Whiskys. Schon seit 1891 wird diese edle Spirituose hergestellt. Sie besteht aus schottischen Malt- und Grain-Whiskys, die mindestens 12 Jahre lang in EichenfĂ€ssern lagern und anschließend dreifach destilliert werden.

Die Aromen des Chivas Regal 12 werden als sehr lebhaft beschrieben. Hier schmeckt man unter anderem wilde KrÀuter, Obst und Honig heraus. Der Geschmack hat eine runde und cremige Note. Dabei entfalten sich auch samtweiche Noten von Vanille, Haselnuss und Toffee, die sich weich an Zunge und Gaumen anschmiegen. Der Nachklang ist angenehm lang.

Wie bei vielen anderen Blends weisen die KĂ€ufer auch bei dem Chivas Regal 12 darauf hin, dass hier natĂŒrlich nicht die komplexen Aromen eines Single Malt Scotch zu erwarten sind. FĂŒr einen gĂŒnstigen Preis bekommst du hier aber einen soliden Whisky, der fĂŒr die Hausbar absolut zu empfehlen ist. Wenn du also mal trinkfreudigen Besuch hast und nicht deinen allerbesten Single Malt dafĂŒr hergeben willst, ist dieser Blend eine gute Wahl.

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Monkey Shoulder Triple Malt

( Rezensionen)
Monkey Shoulder Triple Malt

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Scotch
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Der Monkey Shoulder zeichnet sich zunĂ€chst einmal durch seine unverwechselbare Optik mit dem herrlich alt wirkendem Etikett und den drei Affen auf der Flasche aus. Damit eignet er sich hervorragend als Geschenk. Und auch geschmacklich hinterlĂ€sst der Whisky fĂŒr seinen gĂŒnstigen Preis einen guten Eindruck. Hier handelt es sich um eine Kombination aus drei Single Malt Scotch Whiskys, die in Bourbon-FĂ€ssern gelagert wurden. So schmeckst du neben den typisch rauchigen Torfnoten auch samtweiche und milde Vanille-Noten heraus.

Von KĂ€ufern wird hier gelobt, dass kein Grain Whisky enthalten ist. Verglichen mit anderen Blends hat der Monkey Shoulder entsprechend ein recht charakteristisches Geschmacksprofil. Auch Einsteigern wird dieser Whisky empfohlen. Wenn du also einen guten Einstieg in die Blend-Welt suchst und dafĂŒr nicht zu viel bezahlen willst, bist du beim Monkey Shoulder genau richtig.

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Ballantines 12 Jahre

( Rezensionen)
Ballantines 12 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Scotch
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
  • Fassreife: 12 Jahre
Ballantines ist den meisten Blend-Fans ein Begriff. Schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts sind die Scotch- und Grain-Blends bei Einsteigern wie Kennern beliebt. Der Geschmack wird von KÀufern als angenehm weich und rund beschrieben. Dabei werden auch reif-cremige und blumige Nuancen hervorgehoben, die im Abgang eine verspielte Frische hinterlassen. Auch eine Prise Salz lÀsst sich im Nachklang herausschmecken.

Beim Ballantines 12 handelt es sich um eine Mischung aus ausgesuchten Malt- und Grain-Whiskys, die 12 Jahre lang in hochwertigen EichenfÀssern gereift ist. Hier punktet vor allem die angenehme Milde. Es gibt kein Nachbrennen. Der Blend schmiegt sich unaufdringlich an den Gaumen an. Unser Fazit: Absolut empfehlenswert!

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Johnnie Walker Black Label

( Rezensionen)
Johnnie Walker Black Label

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Scotch
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Das Johnnie Walker Black Label ist Liebhabern schon seit 1820 bekannt. Hier bekommst du ein sehr gut ausbalanciertes Aroma aus Vanille, getrockneten FrĂŒchten und rauchigem Torf. In diesem Blend sind mehr als 30 auswĂ€hlte Whiskys aus ganz Schottland zusammengemischt. Von KĂ€ufern wird er gerne als Party-GetrĂ€nk genutzt. Der Black Label schmeckt nĂ€mlich nicht nur pur sehr ausgewogen, er lĂ€sst sich auch hervorragend in Cocktails mischen und on the rocks genießen.

Dass der luxuriöse Blended Scotch von Johnnie Walker zu den beliebtesten der Welt gehört, liegt dabei vor allem auch an seiner Vollmundigkeit und Geschmeidigkeit. Aromen von Vanille und dunklen FrĂŒchten vereinigen sich hier sensibel zu einer Komposition, die man garantiert nicht so schnell vergisst. Spiritus-Nuancen, wie man sie bei anderen Blends findet, sucht man hier vergebens.

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Fazit

Wenn du auf der Suche nach einem milden Whisky bist, der sich durch sein konstantes Geschmacksbild, seine unaufdringlichen Aromen und seinen gĂŒnstigen Preis auszeichnet, dann kannst du bei Blended Whiskys ruhig einmal vorbeischauen. Sehr komplexe Aromen fĂŒr Genießergaumen wirst du hier aber eher nicht finden. Durch die große Zahl von Whiskys, die bei einigen Blends verschnitten sind, gibt es doch eine gewisse Mittelwertbildung, in der die geschmacklichen Spitzen ein wenig untergehen. FĂŒr Einsteiger sind Blends aber auch immer eine gute Möglichkeit, sich ein Bild von einer bestimmten Whisky-Region zu machen. HĂ€ufig stammen die einzelnen Whiskys nĂ€mlich aus Brennereien einer einzigen Region.

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