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Lagavulin – der KrĂ€ftige und Herbe aus dem Herzen Schottlands

Lagavulin Du bist ein Fan etwas rauchigerer Whiskys und willst dich langsam in die Welt der gehobenen Single Malts vorarbeiten? Dann kommst du um Lagavulin nicht herum. Seit vielen Jahrzehnten begeistert die Brennerei mit ihren besonders torfigen und rauchigen Aromen, die sich intensiv im Gaumenraum ausbreiten. Wir zeigen dir die beliebtesten Sorten und einige spannende Fakten zur Geschichte der Destillerie.
Besonderheiten
  • Intensive Raucharomen
  • Langer Abgang
  • Erfolgreiche Traditionsbrennerei
  • Islay-Whisky

Lagavulin Test & Vergleich 2019

Lagavulin blickt heute auf eine bereits 200-jĂ€hrige Geschichte zurĂŒck. In dieser Zeit hat sich sowohl bei der Herstellung als auch in der UnternehmensfĂŒhrung einiges getan. Blicken wir erst einmal auf die Anfangsjahre zurĂŒck.

Die ersten Jahre

Als offizielles GrĂŒndungsjahr der Lagavulin-Brennerei wird 1816 angegeben. TatsĂ€chlich reicht die Geschichte dieses Kleinods der schottischen Insel Islays aber noch viel weiter in die Vergangenheit zurĂŒck, Ă€ltesten Überlieferungen zufolge bis 1742. Zu dieser Zeit wurde in der Bucht erstmals nachgewiesenermaßen Whisky hergestellt. Damit hat Lagavulin zumindest inoffiziell den Titel der wahrscheinlich Ă€ltesten Brennerei Islays inne.

Die offizielle GrĂŒndung der Brennerei erfolgte 1816 durch John Johnston. Ein Jahr nach der Inbetriebnahme siedelte sich auch noch eine weitere kleine Destillerie in der Bucht an. Sie wurde von Archibald Campell gegrĂŒndet und trug den Namen Ardmore (nicht mit der 1898 in Aberdeenshire gegrĂŒndeten Ardmore Distillery) zu verwechseln.

Die enge Verbindung zu Campbell spielte vor allem in der Anfangszeit eine wichtige Rolle fĂŒr den Erfolg von Lagavulin. Campbell entstammt nĂ€mlich direkt einer der vielen Schwarzbrennerfamilien, die es zur damaligen in Islay gab. Entsprechend hatte er schon jede Menge Erfahrung bei der Herstellung von Whisky. So konnte aus der engen Partnerschaft ein florierendes Unternehmen entstehen, von dem man seit 1837 offiziell als Lagavulin spricht.

Wie bei vielen anderen großen schottischen Brennereien gab es in der Folgezeit einige Besitzerwechsel, so etwa 1836, als die Brennerei nach dem Tod von John Johnston an seinen Sohn Donald ĂŒberging. 1852 wechselte sie abermals den Besitzer und ging an den Glasgower GeschĂ€ftsmann John Graham. Gerade einmal 15 Jahre spĂ€ter ĂŒbernahm Peter Mackie die GeschĂ€fte. Zu dieser Zeit wurden auch umfassende Sanierungsmaßnahmen eingeleitet.

Der Erfolg setzt ein

Im Nachhinein kann dieser Besitzerwechsel als absoluter GlĂŒcksgriff bezeichnet werden. Mackie machte nĂ€mlich nicht nur seinen eigenen Blend (White Horse) weltberĂŒhmt. Er trieb auch frĂŒhzeitig die Vernetzung der Whisky-Industrie voran. So beteiligte er sich unter anderem stark an der Scotch-Whisky-Definitionsdebatte zwischen 1905 und 1909, in dessen Zuge schließlich ein Mindestalter fĂŒr die BrĂ€nde eingefĂŒhrt wurde. Auch wurde er 1891 Shareholder der Craiggelaiche-Destillerie in der Speyside.

Doch auch in puncto Wettbewerb war Mackie mit allen Wassern gewaschen. So unterband er frĂŒhzeitig UnabhĂ€ngigkeitsbestrebungen der freundschaftlich verbundenen berĂŒhmten Laphroaig-Brennerei, indem er den Wasserzufluss zu ihr unterbrach. Laphroaig unterdessen warf Mackie vor, den eigenen rauchig-torfigen Stil nachgemacht zu haben. Der zögerte nicht lang und errichtete die Malt Mill. Hamish Scott, die die Messlatte fĂŒr Rauch und Torf deutlich höher legte. Heute sind leider kaum noch AbfĂŒllungen auffindbar. Legenden zufolge soll sich noch eine Flasche der letzten Produktion von 1962 im Lagavulin-ManagerbĂŒro befinden. In diesem Jahr schloss der Betrieb und die Stills wurden in die Ausstattung von Lagavulin integriert.

Den richtigen Aufschwung nach der Übernahme durch die Distillers Company Limited im Jahr 1927 erlebte Peter Mackie nicht mehr mit. Er starb 1923 an Krebs. Erst zu dieser Zeit wurde aus der vergleichsweise losen Ansammlung an Land und GebĂ€uden ein schlagkrĂ€ftiger einheitlicher Betrieb. Man machte die Produktion effizienter und straffte die Organisation. So wurde Lagavulin innerhalb von Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Brennereien Schottlands. Dabei ließ man sich auch nicht von RĂŒckschlĂ€gen wie einer Explosion im Jahr 1952 aufhalten, die die Produktion fĂŒr einige Zeit lahmlegte.

Besonderheiten bei der Herstellung

Die Grundlage fĂŒr den Lagavulin-Whisky bildet seit jeher das Wasser der nahegelegenen Sholum-Seen, die sich in Richtung Meer erstrecken. Sie verleihen dem Whisky seine herbe raue und natĂŒrliche Note. Auch die salzige Meeresluft trĂ€gt ihren Teil zum unverkennbaren Geschmacksprofil Lagavulins bei.

Einen weiteren Einfluss haben die Brennblasen. Sie sind deutlich gerader ausgefĂŒhrt als in vielen anderen Brennereien. Das hat zur Folge, dass der Aufstieg des Alkohols besonders schnell vonstattengeht. An der Brennblase gibt es kaum Hindernisse, an denen der Alkohol kondensieren kann. Dadurch bleiben die schweren und erdigen Aromen voll und ganz erhalten. Das bedeutet aber auch, dass besonders gewissenhaft und langsam destilliert werden muss. Ein Brennvorgang kann bis zu 10 Stunden dauern. Der entstehende Cut hat einen Alkoholgehalt von 59 – 72 %.

Die Produktion von Lagavulin

Die heute zum Diageo-Konzern gehörende Lagavulin-Brennerei hat eine jÀhrliche ProduktionskapazitÀt von 2,5 Millionen Litern. Im Vergleich mit anderen Unternehmen fÀllt sie also eher gering aus. Die Herstellung erfolgt in je zwei wash und spirit stills.

Der Großteil der Produktion (bis zu 98 %) wird als Single Malt abgefĂŒllt. Ein wichtiges Charakteristikum ist dabei, dass sich viele Sorten untypisch fĂŒr Schottland oft nicht nur von ihrer rauchigen Seite zeigen. Hier sind auch viele fruchtige und milde Nuancen herauszuschmecken (auf die wir in unseren einzelnen Whisky-Vorstellungen gleich noch einmal ein wenig genauer eingehen).

Lange Zeit gab es im Sortiment von Lagavulin nur relativ wenige AbfĂŒllungen. Hier ist vor allem der Klassiker mit einem Alter von 16 Jahren zu nennen. Er zeichnet sich durch seinen intensiven rauchigen und torfigen Geschmack sowie durch seinen lang anhaltenden Abgang aus.

Mittlerweile gibt es aber auch noch zahlreiche weitere Produkte. Hier sind vor allem die Cask Strength Whiskys im mehreren Altersstufen und der Single Malt mit Pedro-Ximinez-Finish im Sherryfass hervorzuheben. Auch der 12 Jahre alte Lagavulin erfreut sich bei Kennern großer Beliebtheit. FĂŒr alle, die nach einem besonders exklusiven Whisky suchen, ist die 25 Jahre alte AbfĂŒllung zu empfehlen. Hier liegt der Preis aktuell aber auch bei ĂŒber 1.500 Euro.

Beliebte Lagavulin Whiskys

Lagavulin 16 Jahre

( Rezensionen)
Lagavulin 16 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 43 %
  • Fassreife: 16 Jahre
Der Lagavulin 16 gehört zu den ganz klaren Highlights der Brennerei. Er zĂ€hlt zu den intensivsten und rauchigsten Whiskys der Welt. Sein Geschmack umfasst typische torfige Noten, Jod, aber auch eine reichhaltige und tiefe SĂŒĂŸe, die den Gaumen samtweich auskleidet. Insgesamt hat die Geschmackskomposition eine eher krĂ€ftige trockene Komponente. Hinzu kommt der etwas höhere Alkoholgehalt, der durchaus ein gewisses Feuer auf der Zunge hinterlĂ€sst.

Der Lagavulin ist vor allem erfahrenen Whisky-Kennern zu empfehlen. Mit seinen sehr rauchigen und torfigen Noten wĂŒrde er Einsteiger ĂŒberfordern. Hier braucht man schon ein wenig Übung, um tieferliegende Nuancen von Meersalz und FrĂŒchten herauszuschmecken. DafĂŒr beschreiben viele KĂ€ufer den Lagavulin 16 aber auch als einen ihrer absoluten Lieblingswhiskys, der in keinem Regal fehlen darf. Wenn du also schon etwas lĂ€nger dabei bist und ein paar echte Highlights dein Eigen nennen willst, solltest du hier auf jeden Fall zugreifen.

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Lagavulin Distillers Edition 2017

( Rezensionen)
Lagavulin Distillers Edition 2017

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 43 %
Die Lagavulin Distillers Edition ist ein weiteres Highlight aus dem Hause Lagavulin. Wie die 16 Jahre alte AbfĂŒllung konnte auch sie schon einige Preise gewinnen. Hierzu gehören unter anderem die Goldmedaillen bei der International Spirits Challenge von 2008 bis 2010.

Auch dieser Whisky ist eine Überlegung fĂŒr dich wert, wenn du ein Freund torfiger Malts bist. Er zeichnet sich durch sein rundes und harmonisches Geschmacksbild aus und weist geschmacklich durchaus eine NĂ€he zum klassischen 16 Jahre alten Lagavulin auf. Hingewiesen wird von KĂ€ufern weiterhin darauf, dass die Sherry-Noten, die vom Hersteller beschrieben werden, nur verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig dezent ausfallen. Weiterhin ist der Preis hier doch ein wenig höher.

GrundsÀtzlich ist die Distillers Edition allen zu empfehlen, die auf der Suche nach einem Whisky mit rauchigem Grundthema sind, der darunter aber auch einige reizvolle fruchtige Akzente aufweist.

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Lagavulin 9 Jahre Game of Thrones Edition

( Rezensionen)
Lagavulin 9 Jahre Game of Thrones Edition

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 46 %
  • Fassreife: 9 Jahre
Unter deinen Freunden gibt es eingefleischte Game-of-Thrones-Fans, die darĂŒber hinaus noch leckere Whiskys lieben? Dann ist der 9 Jahre alte Lagavulin genau die richtige Geschenkidee. Hier handelt es sich nĂ€mlich um eine spezielle Game-of-Thrones-Edition, die in einer stilechten Verpackung mit dem Haus-Lannister-Logo daherkommt.

Doch auch geschmacklich hat der Lagavulin 9 Jahre einiges zu bieten. Er weist das charakteristische Lagavulin-Aroma auf, das in einem dichten sĂŒĂŸen Rauch beginnt und sich nach und nach zu einer salzigen Komponente hin bewegt. Kenner heben hier vor allem den langen Abgang hervor. Teilweise wird berichtet, dass sich der milde Rauchgeschmack auch nach 15 – 20 Minuten noch im Gaumen hĂ€lt.

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Fazit – Etwas fĂŒr die Freunde rauchiger Whiskys

Die zur Classic Malts Selection gehörenden Lagavulin-Whiskys gehören absolut zurecht zu den beliebtesten Single Malts der Welt. Sie punkten vor allem mit ihrem vollen rauchigen Aroma, das den Genießer nicht einfach brachial erschlĂ€gt, sondern sich vollmundig und ausgewogen im Gaumenraum ausbreitet. Dennoch ist der Lagavulin wahrscheinlich etwas schĂ€rfer und krĂ€ftiger als die meisten Whiskys, die du gewohnt bist. Du solltest dich deshalb erst einmal langsam an ihn herantasten. Nur so kannst du seine Aromen voll und ganz wĂŒrdigen. FĂŒr Einsteiger sind Ă€ltere JahrgĂ€nge wie der Lagavulin 16 Jahre eher noch nichts.

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