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Dalmore ‚Äď fruchtig und komplex

Dalmore Dalmore geh√∂rt zu den erfolgreichsten schottischen Brennereien. Das liegt nicht nur an einigen ultraseltenen Abf√ľllungen, die auf Auktionen regelm√§√üig H√∂chstpreise erzielen. Auch das Kernsortiment um den Dalmore 12 zieht Whisky-Kenner regelm√§√üig in seinen Bann.
Besonderheiten
  • Gr√ľndung 1839
  • Komplexe fruchtige Aromen
  • Weich und mild

Dalmore Test & Vergleich 2019

Einleitend schauen wir uns einmal an, wie Dalmore zu einer der der wichtigsten Brennereien Schottlands werden konnte. Auf dem Weg an die Spitze gab es n√§mlich die eine oder andere Schwierigkeit zu √ľberwinden.

Die Geschichte von Dalmore

Die Gr√ľndung der Dalmore-Brennerei geht auf das Jahr 1839 zur√ľck. Damals nutzte Alexander Matheson das Verm√∂gen, das er sich durch illegalen Opiumhandel in Asien erworben hatte, f√ľr die Gr√ľndung seiner eigenen Destillerie. Das funktionierte auch lange Zeit recht gut. Das Gesch√§ft florierte und die Umf√§nge der Abf√ľllungen konnten kontinuierlich gesteigert werden. Eine erste schwierige Zeit k√ľndigte sich erst zu Beginn des Jahres 1917 an. Damals nutzte die britische Royal Navy den Meeresarm, an dem sich die Brennerei befindet, f√ľr die Herstellung von Tiefseeminen. Eine Minenexplosion im Jahr 1920 f√ľhrte dazu, dass ein Gro√üteil der Brennerei zerst√∂rt wurde.

Es schloss sich ein Rechtsstreit zwischen dem damaligen Brennereimanager Andrew Mackenzie vom ber√ľhmten Mackenzie-Clan und der Royal Navy an. Der dauerte √ľber ein halbes Jahrzehnt an und landete letztendlich sogar vor dem House of Lords. Im Anschluss konnte die Brennerei ihren Betrieb aber gl√ľcklicherweise wieder aufnehmen und an alte Erfolge ankn√ľpfen.

Einen weiteren Schritt machte man im Jahr 1966. Damals erhöhte man die Anzahl der Brennblasen von vier auf acht. Durch diesen Schritt wurde Dalmore auf einen Schlag zu einer der 25 größten Brennereien der Welt. In den 60er Jahren fusionierte der Besitzer der Dalmore-Brennerei Mackenzie Brothers Ltd. dann mit der Whisky-Größe Whyte & Mackay. Seitdem kam es noch zu einigen weiteren Fusionen und Verkäufen. Hier ist vor allem der Kauf von Mehrheitsanteilen der Muttergesellschaft durch Diageo zu nennen.

Besonderheiten bei der Produktion

Das bei der Whisky-Herstellung benutzte Wasser stammt aus dem Fluss Alness. Er ist nach der Kleinstadt benannt, in der sich die Brennerei befindet. Seinen Ursprung hat er im nahegelegenen Loch Morie, der sich mitten in den nördlichen Highlands befindet. Es ist nicht zuletzt diese Lage, die einen starken Einfluss auf den leichten floralen Geschmack des Whiskys hat.

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Brennerei mehrfach erweitert. Dadurch konnte sich die Produktionskapazität immer mehr erweitern. Mit dem letzten Ausbau im Jahr 1991 wurde sie von 3 Millionen auf das heutige Produktionsvolumen von 4,2 Millionen Liter gesteigert.

Die Pot Stills von Dalmore

In der Brennerei von Dalmore befinden sich vier wash stills und vier spirit stills, wobei es bei beiden verschiedene Gr√∂√üen gibt. Unter den wash stills befinden sich je zwei Ausf√ľhrungen mit einem Fassungsverm√∂gen von 16.500 und zwei mit 8.250 Litern. Bei den spirit stills gibt es die Kapazit√§ten 11.000 und 7.300 Liter.

Eine Besonderheit der wash stills besteht bei Dalmore darin, dass sie eine Einschn√ľrung im Mittelst√ľck zwischen dem runden Deckel und dem Hals haben. Das f√ľhrt zu einer erh√∂hten R√ľckflussrate. Auch bei den spirit stills gibt es Besonderheiten. Hier kommen spezielle Lomond Stills zum Einsatz, die mit drei perforierten Platten ausgestattet sind, die separat gek√ľhlt werden k√∂nnen. Das bietet dem Brennmeister die M√∂glichkeit, verschiedene Whiskys in derselben Brennblase herzustellen.

Die Mälzerei

Dalmore betrieb von seiner Gr√ľndung 1839 bis zum Jahr 1892 eine eigene M√§lzerei. Die Reifung erfolgte auf dem eigenen Gel√§nde in den eigenen Lagerh√§usern. Im Jahr 1956 stieg man auf eine Saladin Box um. Dabei handelt es sich um eine gro√üe flache Maschine, die die keimende Gerste automatisch umw√§lzt und auf diese Weise eine optimale Luftzirkulation gew√§hrleistet. Getorftes Malz verwendet man bei Dalmore nur selten. Es kommt lediglich bei einigen wenigen Abf√ľllungen mit markanten Rauchnoten zum Einsatz. Seit 1982 wird in der Brennerei selbst √ľberhaupt nicht mehr gem√§lzt. Die treibende Gerste wird von externen M√§lzereien angeliefert.

Die Lagerung

Insgesamt gibt es bei Dalmore ganze neun Lagerh√§user. Bei vier davon handelt es sich um traditionelle flache dunnage warehouses. Die restlichen f√ľnf sind moderne und gr√∂√üere racked warehouses. Viele davon erstrecken sich √ľber mehrere Stockwerke. So gibt es hier eine Gesamtlagerkapazit√§t von 65.000 F√§ssern. Bei Dalmore kommt eine gro√üe Vielfalt an Fasstypen zum Einsatz. Am h√§ufigsten werden Ex-Bourbon-F√§sser genutzt.

Das Besucherzentrum der Dalmore-Brennerei

Wie bei vielen anderen Brennereien gibt es auch bei Dalmore ein Besucherzentrum, das das ganze Jahr √ľber ge√∂ffnet ist. Hier kannst du Touren buchen, in denen du alle Produktionsbereiche aus erster Hand kennenlernst.

Adresse der Brennerei:

The Dalmore Distillery
Alness
Ross-shire
IV17 0UT
Tel: +44 (0)1349-882362

√Ėffnungszeiten:

April ‚Äď September: Mo ‚Äď Sa: 10:00 ‚Äď 17:00 Uhr
Oktober ‚Äď M√§rz: Mo ‚Äď Fr: 10:00 ‚Äď 17:00 Uhr

Ein Einblick in das Dalmore-Sortiment

Dalmore geh√∂rt zu den bekanntesten Single-Malt-Brennereien der Welt. Ein wichtiger Grund daf√ľr besteht in dem gro√üen Produktionsvolumen, das zu einer gro√üen Auswahl offizieller Abf√ľllungen f√ľhrte. Die mit Abstand bekannteste Sorte ist der 12-j√§hrige Dalmore. Es gibt aber auch noch einen 15- und einen 18-j√§hrigen Whisky. Unabh√§ngige Abf√ľllungen aus dem Hause Dalmore findet man selten. Gorden & MacPhail ist einer der letzten unabh√§ngigen Anbieter, in deren Sortiment man noch Dalmore-Whiskys findet.

Ein besonderes Highlight des Sortiments ist The Dalmore, der f√ľr einige Zeit den Rekord f√ľr den teuersten Whisky der Welt hielt. Der Preis lag hier bei satten 25.000 Pfund. Ger√ľchten zufolge wurde die Flasche aber noch am selben geleert, sodass sie auf weiteren Aktionen wahrscheinlich nicht mehr auftauchen wird.

Daneben gibt es bei Dalmore aber noch zahlreiche weitere Abf√ľllungen. Ein √úberblick:

  • Dalmore 12 Jahre
  • Dalmore 15 Jahre
  • Dalmore 18 Jahre
  • Dalmore King Alexander III
  • Dalmore Valour
  • Dalmore Cigar Malt Reserve
  • Dalmore Port Wood Reserve

Manche Abf√ľllungen sind neben einer 0,7- auch in einer 1,0-l-Version erh√§ltlich. Es lohnt sich also, nochmal genauer nachzuschauen. Mitunter lassen sich so ein paar Euro sparen.

Beliebte Whiskys von Dalmore

Dalmore 12 Jahre

( Rezensionen)
Dalmore 12 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
  • Fassreife: 12 Jahre
Der Dalmore 12 Jahre ist ganz klar der Kern des Sortiments. Er zeichnet sich vor allem durch seine s√ľ√üen Noten und seine Dominanz von kr√§ftigen Sherry-Aromen aus. Die aromatische Komplexit√§t kommt vor allem durch die Besonderheiten beim Finish zustande. Der Dalmore 12 Jahre wird n√§mlich in amerikanischen Bourbon- und in spanischen Oloroso-Sherryf√§ssern gelagert.

Entsprechend entfalten sich sowohl beim Nosing als auch beim Geschmack holzige Noten, die aber angenehm weich ausfallen und zus√§tzlich durch Ankl√§nge von dezentem Torfrauch und Zitrusfr√ľchten abgerundet werden. Insgesamt handelt es sich hier um einen Whisky, der praktisch durchweg positive Rezensionen erh√§lt. F√ľr eine 12 Jahre alte Abf√ľllung bezahlt man hier zwar etwas mehr als bei anderen Anbietern, daf√ľr bekommt man aber auch ein angenehm mildes und ausgewogenes Geschmacksbild geboten. Lediglich f√ľr Freunde besonders rauchiger und sehr torfiger Whiskys ist der Dalmore nicht unbedingt die erste Wahl.

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Dalmore 15 Jahre

( Rezensionen)
Dalmore 15 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
  • Fassreife: 15 Jahre
Kommen wir zur n√§chsten Alterskategorie, dem 15 Jahre alten Dalmore. Hier riecht und schmeckt man noch einmal einen deutlichen Qualit√§tsanstieg gegen√ľber der 12-j√§hrigen Abf√ľllung. Der 15 Jahre alte Dalmore ist 12 Jahre lang in Ex-Bourbonf√§ssern und anschlie√üend 3 Jahre in Ex-Sherry-F√§ssern gereift.

Bereits beim ersten Riechen erkennst du deutlich die dunklen Fruchtnoten des Sherryfasses heraus, die sich raffiniert mit Schokoladenaromen verbinden. Hier entsteht beim Nosing eine ganz besondere Vorfreude auf die Geschmacksnoten, die dem ersten Eindruck in nichts nachstehen. Der Malt zeichnet sich durch sein weiches und angenehm mildes Geschmacksbild aus. Einen großen Anteil am Gesamtbild hat die markante schokoladige Cremigkeit. Der Abgang ist lang und angenehm.

Unser Fazit: F√ľr einen etwas h√∂heren Preis von etwa 60 Euro bekommst du hier einen echten Hochklasse-Whisky geboten.

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Dalmore King Alexander III

( Rezensionen)
Dalmore King Alexander III

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
  • Fassreife: 14 Jahre
Mit dieser Abf√ľllung ehrt Dalmore K√∂nig Alexander III, dem bei einer Jagd im Jahr 1263 ein Mitglied der MacKenzie-Familie das Leben rettete. Aus Dank erlaubte der K√∂nig ihr, den k√∂niglichen Herrsch im Wappen zu tragen. Seitdem sind die Dalmore-Abf√ľllungen f√ľr ihr markantes Logo bekannt.

Der King Alexander III zeichnet sich vor allem durch seine Komplexit√§t aus. Die kommt dadurch zustande, dass dieser Single Malt in sechs verschiedenen Fassarten reift. Damit ist er vor allem f√ľr die etwas erfahreneren Whisky-Kenner, die bereits Erfahrung mit facettenreichen Abf√ľllungen gemacht haben.

Im Aroma dominieren hier dunkle Beeren und Pflaumen. Hinzu kommen w√ľrziges Weihnachtsgeb√§ck, Orange, Zitrus, Heu, leichtes Oliven√∂l und Rosenholz. Im Geschmack vertieft sich dieser Eindruck, wobei leicht herbe, √∂lige Akzente in den Vordergrund verlagern. Nach einigen Augenblicken hinterl√§sst der Whisky ein eher trockenes Mundgef√ľhl, wobei er ausgewogen und vollmundig bleibt. Der Abgang ist sanft und mittellang. Hier dominiert ganz klar das Holz. Die S√ľ√üe verschwindet. Eine gewisse Kakao-Herbe l√§sst sich herausschmecken.

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Dalmore 18 Jahre

( Rezensionen)
Dalmore 18 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 43 %
  • Fassreife: 18 Jahre
Zum Abschluss wollten wir dir noch die High-End-Abf√ľllung von Dalmore vorstellen, den Dalmore 18. Dieser Oberklasse-Whisky reift zun√§chst 14 Jahre in F√§ssern aus amerikanischer Wei√üeiche. Im Anschluss erh√§lt er sein Finish f√ľr drei Jahre in Matusalem-Sherryf√§ssern. Zu guter Letzt wird er auch noch einmal f√ľr 12 Monate in stehenden Sherry-F√§ssern gelagert. Hier wei√ü man sofort, dass einen ein komplexes Geschmackserlebnis erwartet.

Das Aroma des Dalmore 18 hat vor allem s√ľ√üe sirupartige Noten, die unter anderem an Trockenfr√ľchte, Rosinen und Weihnachtsgew√ľrze erinnern. Nach einem ersten Eindruck treten leicht s√§uerliche Noten in den Vordergrund. Auch etwas Holz entfaltet sich in der Nase.

Der Geschmack ist weich, s√ľ√ü und fruchtig. Hier entfaltet sich die Eichennote noch einmal deutlich st√§rker. Ganz klar im Vordergrund stehen aber Dalmore-typisch die Sherry-Akzente. Wenn du ein Fan fruchtiger s√ľ√üer Whiskys bist, erwartet dich hier ein spannendes Geschmackserlebnis. Nach der ersten Entfaltung der facettenreichen Noten geht der Geschmack in einen mittellangen weichen Abgang √ľbrig. Auch eine kurze leichte W√ľrze mit Akzenten bitterer Eiche kommt hier zum Vorschein. Zum Schluss bleiben leichte Ankl√§nge an Schokolade, Rosine und Kirschen zur√ľck.

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Fazit ‚Äď Whiskys f√ľr Kenner

Aufgrund ihrer Komplexit√§t sind Dalmore-Whiskys vor allem etwas f√ľr die erfahreneren Malt-Freunde. Durch die einzigartigen Finishing-Techniken und die Vielzahl verschiedener F√§sser, die hier zum Einsatz kommen, entfalten sich besonders vielseitige Geschmacksdimensionen. Die meisten Dalmore-Whiskys bewegen sich dabei in einem fruchtigen Spektrum. Herbe und rauchige Noten sind eher unterschwellig und am Rande wahrzunehmen. Wenn du bereit bist, etwas mehr auszugeben, bekommst du hier einige Whiskys der Extraklasse geboten, die in keiner ernsthaften Sammlung fehlen sollten. Wir w√ľnschen dir viel Spa√ü beim Entdecken.

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