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Jameson – Kern der irischen Whiskey-Tradition

Jameson Irland gehört neben Schottland zu den wichtigsten Whiskey-Nationen. Dabei ist es vor allem die lange Blending-Tradition, die vielen AbfĂŒllungen ihren ganz besonderen Reiz verleiht. Einer der wichtigsten Hersteller hochwertiger Blends und Malts ist die Jameson-Brennerei, mit der wir uns heute etwas genauer beschĂ€ftigen wollen.
Besonderheiten
  • Große Vielfalt an Blends
  • Milde Aromen
  • Niedriger Alkoholgehalt
  • Ex-Sherry- und Bourbon-FĂ€sser

Jameson Test & Vergleich 2020

Die Geschichte von Jameson

Immer wieder diskutieren Kenner die Frage, ob der Whisky denn nun eigentlich aus Schottland oder aus Irland stammt. Einen nicht geringen Anteil an dieser anhaltenden Diskussion dĂŒrfte John Jameson, GrĂŒnder von Jameson Whisky haben. Er brannte nĂ€mlich Whiskey in Irland, stammt aber ursprĂŒnglich aus Schottland.

Die AnfÀnge

Vor seiner Auswanderung im Jahre 1770 heiratete er in die berĂŒhmte Whisky-Familie Haig ein. Er hatte also schon ein profundes Wissen im Handwerk der Destillation, als er in Irland eintraf. Da ist es kein Wunder, dass er sich in der irischen Whiskey-Szene schnell einen Namen machte und bald seine erste Destillerie eröffnete.

Wie auch viele andere Destillerien blieb Jameson lange Zeit im Familienbesitz und wurde immer wieder an Kinder und Enkel weitervererbt. So fĂŒhrte John seine beiden Söhne John und William schon recht frĂŒh an den Familienbetrieb heran. Die stellten nicht nur die KontinuitĂ€t des Betriebs sicher, sondern brachten auch immer wieder Innovationen in den Herstellungsprozess ein. So war beispielsweise John mit einer Tochter von Robert Stein liiert. Der hatte unter anderem die Column Stills erfunden, wodurch ein kontinuierliches Brennverfahren ermöglicht wurde.

Die Expansion

In den folgenden Jahren kaufte John Jameson Sr. Weitere Destillerien, unter anderem an der Bow Street im Herzen Dublins und in der Marrowbone Lane. An diese erste Expansion schlossen sich weitere an, wodurch die Produktion in den Folgejahren deutlich gesteigert werden konnte. Im Zuge dessen ging man auch Kooperationen mit Grain-Destillerien ein, deren Produkte man fĂŒr die Herstellung des hauseigenen Blends verwendete.

Aufgrund des wirtschaftlichen Geschicks von John Jameson Sr. gelang es, das Unternehmen auch durch die wirtschaftlich schwierige Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu fĂŒhren. Aufgrund von umwĂ€lzenden Entwicklungen wie der Prohibition, der Weltkriege und dem irischen UnabhĂ€ngigkeitskrieg mussten viele Brennereien ihre Arbeit einstellen.

Der Durchbruch

John Jameson erkannte frĂŒh die Zeichen der Zeit und wusste, dass er die ÜberlebensfĂ€higkeit seines Unternehmens durch Kooperationen mit großen Whiskey-Herstellern sicherstellen musste. So kam es, dass Jameson im Jahr 1966 mit John Power & Son sowie der Distilleries Co. zur Irish Distillers Group fusionierte. Dieser Zusammenschluss sollte die Welt des irischen Whiskys nachhaltig prĂ€gen und den beteiligten Partnern sowohl zum nationalen als auch zum internationalen Durchbruch verhelfen. Im Jahr 1968 wurden dann auch erstmals Flaschen unter dem Namen Jameson eingefĂŒhrt.

Auch nach dem die Destillerie an der Bow Street 1971 geschlossen und die Produktion von John Power & Son ĂŒbernommen wurde, stiegen die Absatzzahlen noch einmal deutlich. Deshalb wurde die gesamte Produktion 1975 in die Midleton Distillery nahe Cork verlagert. Heute können die stillgelegten Brennereien in Dublin noch immer als Museum besichtigt werden.

Die Produktion bei Jameson

Bei einem Blick auf die Zahlen wird schnell deutlich, dass Jameson Whiskey zu den ganz großen Namen auf dem irischen Markt gehört. Die Produktion macht fast 75 % des nationalen Verkaufsvolumens aus. Das ist nicht nur auf eine erfolgreiche Marketing-Strategie, sondern vor allem auf das typische Aroma der Jameson-AbfĂŒllungen zurĂŒckzufĂŒhren. Die StandardabfĂŒllung von Jameson hat in Fachkreisen den Ruf eines Paradebeispiels fĂŒr einen soliden Irish Blend. Sie besteht zu 50 % aus Whiskeys, die in Pot Stills produziert werden, und zu 50 % aus Grain, der aus Column Stills gewonnen wird.

Die Lagerung erfolgt in der Regel in First-Fill-BourbonfĂ€ssern. Dadurch erhĂ€lt der Whiskey seine typische Milde. Außerdem wirkt der Pot-Still-Anteil dadurch geringer, als er eigentlich ist. Ein etwa zehnprozentiger Anteil der Blend-Bestandteile stammt außerdem aus Sherry-Casks.

Das Produktsortiment von Jameson

Jameson bietet eine breite Palette verschiedener AbfĂŒllungen mit verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringem Alkoholgehalt. Zu den wichtigsten gehören die folgenden drei:

SortimentBesonderheiten
Jameson Irish Whiskey
  • Weltweit am hĂ€ufigsten verkaufter Irish Whiskey
  • Pot Still Whiskey aus gemĂ€lzter und ungemĂ€lzter Gerste
  • Dreifach destillierter Grain Whiskey
Jameson Crested Ten
  • MarkteinfĂŒhrung 1963
  • Ältester Vertreter der Jameson-Whisky
  • JĂŒngster Anteil: 8-jĂ€hrige Whiskeys
  • Durchschnitt: 10 – 15-jĂ€hrige Whiskeys aus Sherry-Cask-Pots
Jameson 1780
  • Gehört zu den wichtigsten AbfĂŒllungen von Jameson
  • Ein Drittel der enthaltenen AbfĂŒllungen stammt aus SherryfĂ€ssern
  • Etwa 75 % in Pot Stills produziert
  • JĂŒngster enthaltener Whiskey 12 Jahre
  • Durchschnitt: 15-jĂ€hrige Whiskeys

Daneben bietet Jameson aber noch zahlreiche weitere AbfĂŒllungen. Die wichtigsten davon haben wir dir hier einmal aufgelistet:

  • Jameson Original
  • Jameson Gold
  • Jameson Triple Distilled
  • Jameson Caskmates
  • Jameson Special Reserve, 12 Years
  • Jameson Select Reserve
  • Jameson Signature Reserve
  • Jameson Distillery Reserve, 12 Years
  • Jameson Pure Pot Still, 15 Years
  • Jameson Master Selection, 18 Years

Beliebte Jameson Whiskeys im Detail

Jameson Original Irish Whiskey

(247 Rezensionen)
Jameson Original Irish Whiskey

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Whiskey
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
  • Fassreife: min. 4 Jahre
Der Jameson ist ein Irish Whiskey, bei dem Preis und Leistung einfach stimmen. FĂŒr gerade einmal 15 Euro bekommst du hier einen Blend geboten, der von vielen KĂ€ufern vor allem wegen seiner angenehmen Milde gelobt wird. Das anschmiegsame Vanille-Aroma kommt vor allem durch die Holzlagerung zum Tragen. Rauchige und torfige Noten wie beim klassischen schottischen Single Malt gibt es hier nicht. Damit eignet sich der Jameson Original vor allem fĂŒr die Whiskey-Freunde, die eine leichte fruchtige ErgĂ€nzung zu ihren rauchigen und komplexen Single Malts suchen. Auch bei Einsteigern und Cocktail-Liebhabern erfreut sich dieser Whiskey großer Beliebtheit. Gern getrunken wird beispielsweise der Jameson Ginger Ale.

Kleine Abstriche musst du angesichts des niedrigen Preises natĂŒrlich auch machen. Die halten sich aber in Grenzen. So sind hier beispielsweise keine sehr alten Whiskeys miteinander vermĂ€hlt worden. Entsprechend schmeckst du hier noch einen relativ starken Brennereicharakter heraus.

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Jameson Black Barrel

(190 Rezensionen)
Jameson Black Barrel

Besonderheiten

  • Kategorie: Blend
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Bei diesem Whiskey handelt es sich um einen Blend aus Single Irish Pot Still und einem Small Batch Grain Whiskey, der ausschließlich fĂŒr den Black Barrel verwendet wird. Eine Besonderheit besteht hier in der Lagerung. Der Black Barrel reift in ausgeflammten Bourbon- und SherryfĂ€ssern. Dadurch erhĂ€lt er seine fruchtig-frischen Noten. Vor allem beim Nosing entfalten sich exotische Nuancen, die an FrĂŒchte wie Papaya erinnern. Im Geschmack kommen Aromen von Vanille und eine leicht holzige WĂŒrze hinzu.

Der Nachklang ist ein schönes Zusammenspiel aus fruchtigen und holzigen Noten. Er wird von den meisten KĂ€ufern als intensiv und langanhaltend beschrieben. Der Gesamteindruck ist eher sĂŒffig als komplex. Auch bei diesem Blend handelt es sich deshalb um einen guten Einsteiger-Whiskey, der durchaus seinen Platz in einer gut sortierten Hausbar verdient. Auch mit Cola gemischt oder als Whiskey-Cocktail kommt er gut zur Geltung.

DarĂŒber hinaus weiß auch bei diesem Whiskey das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis absolut zu ĂŒberzeugen. Der Preis fĂŒr eine 0,7-l-Flasche liegt bei etwa 30 Euro.

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Jameson Caskmates

(48 Rezensionen)
Jameson Caskmates

Besonderheiten

  • Kategorie: Blend
  • AbfĂŒllmenge: 1,0 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Der Jameson Caskmates ist ein weiterer Irish Whiskey, der sich vor allem durch sein Finish auszeichnet. Er ist in Stout-FĂ€ssern der Franciscan Well Brewery in Cork nachgereift, wodurch sich hier ein vor allem sĂŒĂŸes und vollmundiges Geschmacksbild entfaltet.

Beim Nosing kommen Noten von Karamell und Vanille zum Vorschein. Einige KĂ€ufer schmecken auch weiße Schokolade und weihnachtliche GewĂŒrze heraus. Hier sind unter anderem kandierte NĂŒsse zu schmecken. Der Antritt auf der Zunge wird in erster Linie als weich beschrieben. Hier mengt sich in das Trio aus Schokolade, Vanille und GewĂŒrz auch noch eine zarte Eichennote. Diese Geschmacksverbindung dĂŒrfte vor allem all denjenigen bekannt sein, die gerne Stout oder Strong Dark Ale trinken. Der Abgang ist mittellang und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig stark.

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Jameson Crested Ten

(29 Rezensionen)
Jameson Crested Ten

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Der Jameson Crested Ten stammt aus Midleteon. Das ist die einzige Brennerei in SĂŒdirland. Gleichzeitig ist sie auch eine der wichtigsten des Landes. Der Jameson Crested Ten gehört zu ihren wichtigsten Produkten.

Die bei der Herstellung verwendeten Single Malts wurden bis zu zwölf Jahre in ehemaligen Bourbon- und Oloroso-FÀssern gelagert. Der Anteil der zweiten Fasskategorie an der Lagerung ist höher, weshalb der Crested Ten etwas leichter und fruchtiger schmeckt als der normale Jameson.

Im Aroma vereinen sich hier krĂ€ftige FrĂŒchte mit einem Hauch Vanille und Karamell. Auch der Geschmacksantritt ist verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig weich und angenehm vollmundig. Besonders raffiniert ist hier der Übergang von sĂŒĂŸem Sherry und TrockenfrĂŒchten in dunkle Schokolade. Der Abgang ist mittellang. Hier wechseln die fruchtigen Noten etwas in den Hintergrund, wĂ€hrend der Eichengeschmack die FĂŒhrungsrolle ĂŒbernimmt.

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Fazit

Wenn du in die Welt des irischen Whiskeys einsteigen willst, fĂŒhrt kein Weg an Jameson vorbei. Im Laufe seiner bewegten Geschichte schaffte es das Unternehmen an die absolute Spitze in diesem Bereich. Dabei ist es vor allem die Finishing-Technik mit Oloroso-FĂ€ssern, die vielen AbfĂŒllungen eine besonders milde und fruchtige Note verleiht. Unser Fazit: Wenn du auf der Suche nach einem hochwertigen irischen Blend bist, der mit seinem verhĂ€ltnismĂ€ĂŸigen Preis und seinen intensiven Aromen zu ĂŒberzeugen weiß, solltest du dich mit Jameson mal etwas nĂ€her beschĂ€ftigen.

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