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Bowmore – BerĂŒhmte Single Malts von der Insel Islay

Bowmore Bowmore gehört zu den bekanntesten Brennereien Schottlands und zu einer der schönsten auf der Hebrideninsel Islay. Anders als in vielen anderen Destillerien wird hier ganz traditionell noch selbst gemĂ€lzt. Außerdem verleihen die Lage und die besondere Form der Bowmore-Lager den Whiskys einen ganz besonderen Geschmack. Wir zeigen dir, woran das liegt.
Besonderheiten
  • Rauchige Aromen
  • Maritime Meersalznoten
  • Vor allem Single Malts
  • Brennerei ĂŒber 200 Jahre alt

Bowmore Test & Vergleich 2019

Hinter jeder erfolgreichen Brennerei steht eine Geschichte. Hier erfÀhrst du, wie Bowmore zu einer der erfolgreichsten Brennereien Schottlands wurde.

Die Geschichte von Bowmore

Die GrĂŒndung von Bowmore geht auf das Jahr 1779 zurĂŒck. Damals fĂŒhrte John P. Simon einen landwirtschaftlichen Betrieb, den er mit der Zeit um eine Destillations- und AbfĂŒllanlage erweiterte. Er entschied sich dabei fĂŒr den Namen Bowmore, was im GĂ€lischen „großes Riff“ bedeutet. Damit spielte er auf die besondere geografische Lage der Brennerei an. Nach seinem Tod ĂŒbernahm eine deutsche Familie namens Mutter seinen Betrieb. Sie modernisierte die Anlagen und kaufte ein Dampfschiff, mit dem die importierte Gerste und Kohle antransportiert werden konnten.

Ein weiteres Mal wechselte die Brennerei ihren Besitzer im Jahr 1925. Damals ging sie an J. B. Sheriff and Co. ĂŒber. In der Zeit des zweiten Weltkriegs stand die Produktion bei Bowmore stille. Das Royal Air Force Coastal Command nutzte die GebĂ€ude wĂ€hrend dieser Zeit nĂ€mlich als Zentrale. Von hier aus wurde der Kampf gegen deutsche U-Boote koordiniert.

Im Jahr 1951 erfolgte die GrĂŒndung der Firma Morrison Bowmore. Im Jahre 1994 schließlich wurde die Brennerei Teil des japanischen Suntory-Konzerns, zu dem sie heute noch gehört.

Die Produktion bei Bowmore

Bowmore gehört zu den grĂ¶ĂŸeren Islay-Brennereien. Pro Jahr werden hier rund zwei Millionen Liter Alkohol produziert. Zur Ausstattung der Destillerie gehören zwei Wash Stills und zwei Spirit Stills. Weiterhin gehört Bowmore zu den wenigen Brennereien, die noch einen eigenen Malzboden betreiben. Trotzdem wird nur ein Teil des notwendigen Malzes selbst hergestellt.

Die zwei Wash Stills haben bei Bowmore eine KapazitĂ€t von jeweils 20.000 Litern. Die beiden Spirit Stills bringen es auf jeweils 11.500 Liter. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die birnenförmigen Brennblasen nicht besonders hoch sind. Auch steigt der Lyne Arm nach dem Hals an, wodurch der RĂŒckfluss verstĂ€rkt wird. Auf diese Weise ist der Brennereicharakter des Bowmore-Whiskys besonders rauchig, wĂŒrzig und intensiv.

Seine Salzigkeit und markanten See-Aromen erhalten die Bowmore-AbfĂŒllungen durch die besondere Lage der LagerhĂ€user. Sie befinden sich direkt am Loch Indaal, wodurch die FĂ€sser die markant herbe Seeluft aufnehmen. Auch die Bauweise der LagerhĂ€user hat einen Einfluss auf den Geschmack. Sie sind nĂ€mlich besonders flach und die WĂ€nde leicht porös. So befinden sich die FĂ€sser jederzeit in einer besonders feuchten und kalten Umgebung. Hervorzuheben ist hier das legendĂ€re Vault No. 1. Dabei handelt es sich um das einzige Lagerhaus Schottlands, das sich unterhalb des Meeresspiegels befindet.

Das Besucherzentrum von Bowmore

Wie in vielen anderen Brennereien gibt es auch bei Bowmore ein Besucherzentrum, das das ganze Jahr ĂŒber FĂŒhrungen anbietet. Die sind hier besonders interessant, weil Bowmore anders als viele andere Brennereien sein Malz noch ganz traditionell herstellt. Außerdem kannst du hier spezielle BrennereiabfĂŒllungen kaufen und in den Bowmore Cottages direkt auf dem BrennereigelĂ€nde ĂŒbernachten.

Adresse der Brennerei:

The Bowmore Distillery
Isle of Islay
Argyll PA43 7JS
Tel: +44 (0)1496 810 441
Fax: +44 (0)1496

Verschiedene Bowmore-Sorten und Geschmackscharakteristik

Bei Bowmore findest du eine große Auswahl an Whiskys. Die beginnt bei preiswerten AusfĂŒhrungen ohne Altersangabe wie dem Black Rock und endet bei berĂŒhmten JahrgangsabfĂŒllungen, die teilweise bis ins Jahr 1966 zurĂŒckreichen. Daneben gibt es bei Bowmore eine große Zahl unabhĂ€ngiger AbfĂŒllungen. Die gab man an externe AbfĂŒller weiter, als man die eigene Blend-Produktion aufgab. Bowmore-Whisky wird beispielsweise im Big-Peat vermĂ€hlt. Dabei handelt es sich um einen Blend aus mehreren Islay-Whiskys.

Weiterhin ist Bowmore fĂŒr einige echte RaritĂ€ten bekannt. Auf Auktionen erzielen Ă€ltere AbfĂŒllungen regelmĂ€ĂŸig Höchstpreise. So wurde beispielsweise im September 2007 bei einer Auktion in Glasgow eine 157 Jahre alte Flasche Bowmore Single Malt fĂŒr einen Preis von 29.400 (etwa 42.000 Euro) versteigert. 2018 erzielte man mit einer Flache Bowmore Black einen Erlös von 21.000 Pfund.

KriteriumHinweise
Legend
  • Fassreife 8 Jahre
  • JĂŒngste AbfĂŒllung
  • Nicht so stark ausgeprĂ€gte Sherrynoten wie bei Ă€lteren AbfĂŒllungen
  • Wurde lĂ€ngere Zeit nicht hergestellt
  • Wiederveröffentlichung mit neuem Flaschendesign im Jahr 2008
Surf
  • Fassreife rund 8 Jahre
  • Version des Legend, die speziell fĂŒr den Duty-Free-Handel abgefĂŒllt wurde
Tempest
  • Fassreife 10 Jahre
  • Bisher sechs Batches abgefĂŒllt
  • In First-Fill-BourbonfĂ€ssern gereift
  • Alkoholgehalt: 56 %
Enigma
  • Fassreife: 12 Jahre
  • Version des 12 Jahre alten Bowmore
  • Höherer Anteil an Destillaten aus SherryfĂ€ssern
  • FĂŒr den Duty-Free-Handel abgefĂŒllt
Cask Strength
  • Fassreife: rund 13 Jahre
  • Anders als andere AbfĂŒllungen nicht mit Quellwasser auf Alkoholgehalt von 40 % gesenkt
  • Nur sehr schwache VerdĂŒnnung
  • Alkoholgehalt: 56 %
Darkest
  • Fassreife: rund 15 Jahre
  • Nachfolger des berĂŒhmten Black Bowmore
  • 12 Jahre in spanischen EichenfĂ€ssern gelagert; bis zu 3 Jahre Nachreifung in First-Fill-Oloroso-SherryfĂ€ssern
Claret
  • Fassreife: 14,5 Jahre
  • Ende der 1990er Jahre entwickelt
  • 12-jĂ€hriger Bowmore 2,5 weitere Jahre in BordeauxfĂ€ssern gelagert.
  • AbfĂŒllung in FassstĂ€rke
  • Alkoholgehalt: 56 %
  • Limitierte Auflage von 12.000 Flaschen
  • Heute sehr hohe Marktpreise
Dusk
  • Fassreife: rund 14 Jahre
  • Nachfolger des Claret
  • Alkoholgehalt 50 statt 56 %
  • 18 Monate bis 2 Jahre in BordeauxfĂ€ssern nachgereift
Voyage
  • Fassreife: 14,5 Jahre
  • Voyage, der in Ruby Port Pipes nachgereift ist
  • Auf 12.000 Flaschen limitiert
  • Alkoholgehalt: 56 %
Dawn
  • Fassreife: rund 14 Jahre
  • Seriennachfolger des Voyage
  • Alkoholgehalt: 51,5 %
  • Nachreifung in PortweinfĂ€ssern fĂŒr 18 – 24 Monate
Mariner
  • Fassreife: 15 Jahre
  • Rauchiger als andere AbfĂŒllungen von Bowmore
  • Alkoholgehalt: 43 %
Natural
  • Fassreife: 16 Jahre
  • JĂŒngste EigenabfĂŒllung mit Jahresangabe von Bowmore
  • Lagerung in BourbonfĂ€ssern
  • Nicht kĂŒhlgefiltert
  • Alkoholgehalt von 51, 8 %
  • Erste Auflage aus dem Jahr 1989 auf 36.000 Flaschen limitiert
Seadragon
  • Älteste und teuerste OriginalabfĂŒllung von Bowmore
  • Fassreife: 30 Jahre
  • Alte JahrgĂ€nge immer seltener, weshalb der Preis in den letzten Jahren deutlich anzog

Bei Bowmore findest du ĂŒberwiegend ganz typische Islay-Whiskys. Hier schmeckst du eine deutliche Note von Torfrauch heraus. Hinzu kommen unverwechselbare Meeres- und Salzaromen, die der besonderen Lage der Brennerei geschuldet sind. Einen weiteren wesentlichen Teil des Geschmacks machen die Aromen der spanischen Oloroso-Sherry-FĂ€sser aus.

Einen nicht unwesentlichen Anteil an dem intensiven Geschmack vieler Bowmore-AbfĂŒllungen hat nicht zuletzt der hohe Alkoholgehalt. Hier gibt es einige Sorten mit mehr als 50 %. Gerade als Einsteiger kann es da gut sein, dass man sich erst einmal ein wenig herantasten muss, um die facettenreichen Geschmacksrichtungen differenziert wahrnehmen zu können.

Beliebte Whiskys von Bowmore

Bowmore Black Rock Whisky

( Rezensionen)
Bowmore Black Rock Whisky

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 1,0 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Der Black Rock gehört zu den preisgĂŒnstigeren AbfĂŒllungen von Bowmore ohne Altersangabe. Wie viele andere Sorten konnte auch sie schon einige Preise gewinnen. Hervorzuheben sind hier der Silver Award bei der International Wine and Spirits Competition 2014 und der Gold Award bei der International Spirits Challenge 2014. Gereift ist der Bowmore Black Rock in Sherry- und Bourbonfassern. Dadurch entfalten sich hier neben den typischen salzigen Tangnoten und den herben Torfaromen auch die typischen exotischen Noten, fĂŒr die man die Brennerei kennt. Im Vergleich zu anderen Bowmore-AbfĂŒllungen zeichnet sich der Black Rock dadurch aus, dass die Torfnoten hier nicht ganz so dominant sind. Er hat ein vergleichsweise mildes Geschmacksbild und wird von vielen KĂ€ufern als sehr ausgewogen beschrieben. Dieser Whisky ist gut fĂŒr dich geeignet, wenn du einen nicht ganz so rauchigen Einstieg in die Welt der Islay-Whiskys suchst.

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Bowmore 12 Jahre

( Rezensionen)
Bowmore 12 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
  • Fassreife: 12 Jahre
Der Bowmore 12 gehört zu den beliebtesten Single Malts ĂŒberhaupt. Hier handelt es sich um einen echten Klassiker, den man sich ohne Bedenken in die Hausbar stellen kann. Hier sind die rauchigen Noten wieder ein gutes StĂŒck dominanter als beim Bowmore Black Rock. Damit handelt es sich hier ganz klar um einen typischen Islay-Vertreter. Hinzu kommt eine gut ausgeprĂ€gte SĂŒĂŸe, die an Schokolade und Lakritz erinnert. Die fruchtigen Aromen des Sherryfasses finden sich beim Bowmore 12 eher im Aroma. Die krĂ€ftigen Eichennoten kommen vor allem im Abgang zum Vorschein. Insgesamt wird auch dieser Whisky von vielen KĂ€ufern als sehr rund beschrieben. Damit können Einsteiger auch hier bedenkenlos zugreifen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die AbfĂŒllung fĂŒr ihr Alter von 12 Jahren mit etwa 27 Euro verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig preisgĂŒnstig ist.

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Bowmore 15 Jahre

( Rezensionen)
Bowmore 15 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 43 %
  • Fassreife: 15 Jahre
Der Bowmore 15 Jahre wird ausschließlich in den dunkelsten FĂ€ssern gelagert. Die Besonderheit besteht hier in der zusĂ€tzlichen dreijĂ€hrigen Reifezeit in Oloroso-SherryfĂ€ssern. Dadurch mengen sich viele spannende fruchtige Aromen in das Bukett hinein. ZunĂ€chst steigt einem aber schon am Korken ein markanter Rauchgeruch in die Nase. Nach einigen Augenblicken zieht er sich zurĂŒck und lĂ€sst vor allem die fruchtigen Nuancen des Malts in den Vordergrund treten. Hier sind Noten von dunklen getrockneten FrĂŒchten wie Rosinen auszumachen. Hinzu kommen in den weiteren Schichten Karamell, holzige Noten und eine gewisse schwere SĂŒĂŸe von Schokolade. Geschmacklich punktet der Bowmore 15 zunĂ€chst einmal mit einem starken Antritt. Hier entfaltet sich ĂŒber dem hinteren Bereich der Zunge eine vollmundige SĂŒĂŸe, die an Karamell erinnert. Beim Herunterschlucken geht der Geschmack in sanfte Zedernholz-AnklĂ€nge ĂŒber. Viele KĂ€ufer berichten, dass sich dabei ein vergleichsweise herber Geschmack auf die Zunge legt, der ein wenig an dunkle Schokolade erinnert. Der Abgang ist lang und vor allem von rauchigen Aromen und Holznoten dominiert.

Dass diese Kombination sehr erfolgreich ist, wird an der Vielzahl von Preisen ersichtlich, die der Bowmore bereits gewinnen konnte. Hierzu gehören:

  • IWSC 2017 (Godmedaille)
  • International Spirits Challenge 2018 (Silbermedaille)
  • IWSC 2018 (Goldmedaille)
  • San Francisco World Spirits Competition (Doppelgold)

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Bowmore Gold Reef

( Rezensionen)
Bowmore Gold Reef

Besonderheiten

  • Kategorie: Single Malt Whisky
  • AbfĂŒllmenge: 1,0 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Der Name dieser Bowmore-AbfĂŒllung kommt nicht von ungefĂ€hr. „Gold Reef“ (Goldenes Riff) spielt auf die raue Schönheit der schottischen Natur im Umland der Brennerei an. Wenn die Sonne nĂ€mlich am Vormittag auf die Korallen rund um die Hebriden-Insel Islay trifft, erstrahlt der Meeresboden rund um die Brennerei in gĂŒldenen Farben. Der Geschmack des Gold Reef kann als weich und reichhaltig beschrieben werden. Er kommt vor allem durch die Reifung des Whiskys in ehemaligen BourbonfĂ€ssern zustande. Im Mund dominieren Honig, ZitrusfrĂŒchte, saftige Mango und Torf. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch leicht maritime Meersalznoten und eine dezente Mischung aus Rauchigkeit und Vanille.

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Fazit – fĂŒr alle, die es unkonventionell mögen

Bowore ist vor allem fĂŒr seine torfigen und rauchigen Single Malts mit ihren fruchtigen exotischen Noten bekannt. Auch maritime Meersalznoten findest du hier dank der besonderen Lage Bowmores auf der Insel Islay. Wenn du also nach besonders intensiven komplexen Whisky suchst, bist du hier genau richtig. Und auch Liebhaber von RaritĂ€ten werden bei Bowmore fĂŒndig. Hier gibt es immer mal wieder die eine oder andere AbfĂŒllung, die auf Auktionen Rekordpreise erzielt.

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