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Johnnie Walker ‚Äď Pionier des Blendings

Johnnie Walker Johnnie Walker ist der meistverkaufte Scotch Whisky der Welt. Sowohl bei Einsteigern als auch bei Kennern ist er bekannt und beliebt. Dabei ist es nicht nur der markante fruchtig-rauchige Geschmack, der ihn zu etwas Besonderem macht. Auch eine gewitzte Marketing-Strategie hatte ihren Anteil an seinem Erfolg.
Besonderheiten
  • Vor allem Blends
  • Milde Aromen
  • Geringer Alkoholgehalt
  • Premium-Kategorie Black Label

Johnnie Walker Test & Vergleich 2019

Wie kaum ein anderes Unternehmen ist Johnnie Walker mit der Praxis des Whisky-Blendens verbunden. Doch woran liegt das eigentlich und wodurch zeichnen sich die Blends aus? Hier gibt es die Antworten.

Der Beginn des Johnnie-Walker-Mythos

Die Erfolgsgeschichte des beliebten Scotch‚Äė beginnt im Jahre 1819, als John Walker und seine Mutter ihre Farm in der N√§he von Kilmarnock nach dem Tode des Vaters verkauften. Den Verkaufserl√∂s investierten sie in den Kauf einer Gemischtwarenhandlung im Ort. Nach einiger Zeit nahmen sie auch Whisky in ihr Sortiment auf. John zeigte sich in der Folge als gro√üer Innovator, indem er Blending-Techniken, die man zur damaligen Zeit nur bei Tee einsetzte, auch bei der Herstellung von Whisky nutzte. Die ersten Versuche waren vielversprechend. Schnell stellten sich Erfolge ein.

Der erste Eigent√ľmerwechsel

Nach dem Tod von John Walker im Jahre 1857 √ľbernahm sein Sohn Alexander die Gesch√§fte. Fortan war er f√ľr das Blending zust√§ndig.

Als gl√ľcklicher Umstand stellte sich die zwischen 1858 und 1863 grassierende Reblausplage heraus. Da sie fast den gesamten Bestand franz√∂sischer Weinst√∂cke vernichtete, hatten Whisky-Produzenten in diesen Jahren Hochkonjunktur. Aufgrund der Knappheit wurden der damals viel getrunkene Wein, aber auch Cognac und Brandy deutlich teurer. Weiterhin kam den Blendern ein neues Gesetz aus dem Jahre 1860 entgegen, das die M√∂glichkeit er√∂ffnete, fortan nicht nur mit Malt-, sondern auch mit Grain Whisky zu mischen. So k√∂nnte das Sortenangebot deutlich ausgeweitet werden.

In den n√§chsten Jahren er√∂ffnete Alex Walker weitere Au√üenstellen. Die erste entstand 1880 in London. Weitere folgten in Sydney, S√ľdafrika und Birmingham. Als Alexander im Jahr 1889 starb, √ľbernahmen seine S√∂hne George Paterson Walker und Alexander Walker II die Gesch√§fte. George k√ľmmerte sich vorrangig um Marketing und Vertrieb, w√§hrend sich Alexander dem Blenden widmete. In dieser Zeit erwarb das Unternehmen auch weitere Destillerien. Hier sind vor allem Cardhu (1894) und Talisker (1916) zu nennen.

Johnnie Walker und Diageo

Im Jahr 1925 kam es zur Fusion von John Walker & Sons und der 1877 gegr√ľndeten Distillers Company (Ltd.). Das daraus entstandene Unternehmen schloss sich wiederum 1897 mit Arthur Bell & Sons zu den United Distillers zusammen. Zusammen mit den International Distillers & Vintners bildeten sie schlie√ülich 1997 die United Distillers & Vintners. Dieses Unternehmen ging 2002 komplett in den Besitz von Diageo √ľber.

Durch die zahlreichen gro√üen Zusammenschl√ľsse konnte das Produktionsvolumen von Johnnie Walker im Laufe der Zeit deutlich gesteigert werden. So wurden beispielsweise alleine im Jahr 2012 √ľber 170 Millionen Liter Johnnie-Walker-Whisky verkauft.

Johnnie Walker und das Marketing

Wie eingangs bereits kurz angesprochen, hatte das schlagkr√§ftige Marketing einen gro√üen Anteil an dem Erfolg von Johnnie Walker. Das begann bereits mit einer Ma√ünahme, die urspr√ľnglich aus praktischen Erw√§gungen heraus ergriffen wurde – die markante rechteckige Form der Flasche, die im Jahr 1870 die bis dahin verbreitete runde Form abl√∂ste. Man hatte damals jedoch nicht vorgehabt, sich von seinen Konkurrenten abzuheben. Vielmehr ging es darum, Platz beim Transport zu sparen.

Eine wichtige tatsächliche Marketing-Maßnahme war die Auswahl des Logos. Seit 1909 ist auf jeder Flasche der unverwechselbare Striding Man eingesetzt, der mit Zylinder und Spazierstock die Flaschen ziert. Ein weiterer raffinierter Marketing-Schachzug gelang im Jahr 1998. Damals brachte man in Zusammenarbeit mit einem Software-Entwickler das Computerspiel Moorhuhn auf den Markt, das sich großer Beliebtheit erfreute.

Die Produktpalette von Johnnie Walker

Die verschiedenen Abf√ľllungen von Johnnie Walker sind mit farbigen Labels gekennzeichnet. Darunter gibt es die verschiedenen Jahrgangsstufen und einige Reserve-Abf√ľllungen. Hier ein kurzer √úberblick:

  • Red Label (wichtigste Marke von Johnnie Walker, ohne Altersangabe)
  • Black Label (12 Jahre)
  • Green Label (15 Jahre)
  • Platinum Label (18 Jahre)
  • Johnnie Walker XR 21 (21 Jahre)
  • Double Black Label (h√∂herer Anteil an Islay-Malt)
  • Gold Label (18 Jahre)
  • Gold Label Reserve (keine Altersangabe)
  • Blue Label (ohne Altersangabe)
Beachte: Das Green Label und das Gold Label werden seit 2012 nicht mehr f√ľr den europ√§ischen Markt produziert. Au√üerhalb von Europa ist das Green Label aber teilweise noch erh√§ltlich.

Beliebte Johnnie Walker Whiskys

Johnnie Walker Red Label

( Rezensionen)
Johnnie Walker Red Label

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Als Erstes wenden wir uns nat√ľrlich dem Highlight von Johnnie Walker zu, dem Red Label. In diesem meistverkauften Whisky der Welt sind bis zu 35 Malts aus allen Regionen Schottlands vereint. Durch diese Kombination entstehen die typisch w√ľrzigen kr√§ftigen Noten mit ihren rauchigen Facetten. Hinzu kommen aromatische Gew√ľrze, Zimt und Pfeffer. Abgerundet wird der Gesamtgeschmack durch eine leicht fruchtige S√ľ√üe, die Ankl√§nge an √Ąpfel zeigt.

Gelobt wird von den K√§ufern, dass das Red Label f√ľr einen Whisky seiner Preiskategorie kaum Brennereicharakter zeigt. Dennoch findest du hier nat√ľrlich allein schon aufgrund des umfangreichen Blendings nicht die Komplexit√§t klassischer schottischer Single Malts. Dieser Whisky ist eher zum Mischen mit Cola oder zum Mixen von Cocktails geeignet. Hier punktet er mit seinem angenehm unaufdringlichen Geschmacksprofil, das trotzdem einige raffinierte Nuancen zeigt.

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Johnnie Walker Gold Label Reserve

( Rezensionen)
Johnnie Walker Gold Label Reserve

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Dieser Whisky geh√∂rt schon zum etwas h√∂heren Preissegment von Johnnie Walker. Er liegt bei etwa 30 Euro. Daf√ľr bekommst du hier auch einige interessante Geschmacksnuancen geboten.

Im Antritt zeigt sich eine starke Eichennote, die in leichte rauchige Facetten √ľbergeht. Insgesamt wird der Whisky von vielen K√§ufern als mild und ausgewogen beschrieben. Einige sehen in ihm eine geschmackliche Mischung aus dem 18 Jahre alten Gold-Label und dem Double-Black. Gelobt wird dabei, dass es keine brennenden scharfen Noten gibt und dass der Grain-Anteil nicht in den Vordergrund dr√§ngt.

Eis und Wasser werden zum Genuss dieses Whiskys eher nicht empfohlen. Mit einem Alkoholgehalt von 40 % ist er von Haus aus schon vergleichsweise d√ľnn. Hier wird von einigen Verk√§ufern angemerkt, dass der Whisky mit etwas weniger Verd√ľnnung in der Brennerei noch aromatischer w√§re.

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Johnnie Walker 18 Jahre

( Rezensionen)
Johnnie Walker 18 Jahre

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
  • Fassreife: 18 Jahre
Dieser Whisky geh√∂rt zu den gehobenen Abf√ľllungen von Johnnie Walker. Hier sind viele Malt Whiskys enthalten, die 18 Jahre unter sorgf√§ltiger Beobachtung in Eichenf√§ssern gelagert wurden. Dadurch ist ein gleichbleibendes harmonisches Geschmackserlebnis gew√§hrleistet. Geschmacklich ist ein breites Spektrum der typischen Speyside-Aromen abgedeckt. Hierzu z√§hlen malziges Getreide, Mandeln, Vanille, Tangerinen und geschmorte Fr√ľchte.

Die rauchigen Noten halten sich hier eher im Hintergrund. Stattdessen kommt eine holzige Note zum Vorschein, die von s√ľ√üen Nuancen wie Orange und Vanille √ľberdeckt wird. Auch von ganz leichten Zitruseinfl√ľssen wird geschrieben.

Im Abgang verbinden sich noch einmal leichter Rauch und harmonisches Holz. Auch die zitrusartige Spritzigkeit bleibt erhalten. Der Abgang ist etwa mittellang.

Insgesamt kann man sagen, dass es sich hier um einen gelungenen Blend der etwas h√∂heren Preiskategorie handelt. Wenn du also in das etwas gehobene Segment von Johnnie Walker vorsto√üen willst, probiere diese Abf√ľllung ruhig einmal aus.

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Johnnie Walker Black Label

( Rezensionen)
Johnnie Walker Black Label

Besonderheiten

  • Kategorie: Blended Whisky
  • Abf√ľllmenge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 %
Das Black Label z√§hlt seit jeher zu den Top-Sellern von Johnnie Walker. Es trug n√§mlich ma√ügeblich dazu bei, dass Walker & Sons im Jahr 1934 die Berechtigung erhielten, als Hoflieferant f√ľr Georg V t√§tig zu sein. Und das hat auch seinen guten Grund. Mit seinen satten komplexen Noten aus dem Spektrum dunkler Fr√ľchte und einer rauchigen vanilligen Komponente umschmiegt dieser Blend den Gaumen besonders elegant.

Manche Kenner sehen ab dem Johnnie Walker Black Label die Grenze, ab der man den Whisky mit vollem Genuss pur trinken kann. Hier entfaltet er deutlich mehr Aromen und legt vor allem den scharfen Brennerei-Charakter j√ľngerer Abf√ľllungen ab. Wer einen noch etwas sanfteren und breiter aufgestellten Whisky sucht, sollte zum Blue Label greifen.

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Fazit

Wenn es um Blends geht, geh√∂rt Johnnie Walker ganz klar zu den Top-Marken. Hier bekommst du eine Vielzahl schottischer Malts in hochwertigen Mischungen, die sich nicht nur durch ihre lebhaften Aromen, sondern auch durch ihre g√ľnstigen Preis auszeichnen. Beliebte Whiskys wie das Red Label bekommst du f√ľr unter 20 Euro. Die Komplexit√§t ist hier zwar nicht ganz so gro√ü wie bei Single Malts, dennoch stellen sie eine solide Erg√§nzung f√ľr die ambitionierte Blend-Sammlung dar. Hervorzuheben sind hier vor allem die rauchige Milde und die Ankl√§nge an dunkle Fr√ľchte, die jeden Schluck zu einem Genuss machen.

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